Neulich habe ich nach längerem wieder jemandem von meiner Geschäftsidee erzählt.
Nach Hause bin ich beinahe geschwebt, denn ich glühte von meiner Vision.
Jedenfalls ging es mir prima ;-)

Dadurch habe ich erst bemerkt, dass mir im täglichen Kampf mit dem System meine Vision verloren gegangen ist.
Ich bin kurzsichtig geworden und sehe nur noch Nahziele, z.B. „Es muss doch möglich sein, dieses Feld grün anzeigen zu lassen!“ oder sogar etwas grössere Ziele, wie z.B. „Derzeit arbeite ich an der Ausgabe meiner Suche“.
Ganz selten denke ich sogar daran, dass ich an einer Vorstufe meines wunderbaren Online-Shops arbeite. Die wird interessant und schön, aber eben nicht wunderbar.

Vielleicht geht es mir da wie in der Liebe: In allen Beziehungen war es bei mir bisher so, dass ich mir nach dem Verdampfen der rosaroten Wolken immer wieder bewusst machen musste, was das Besondere an der Beziehung ist, damit die Liebe nicht vertrocknet.
Und manchmal ist sie das trotzdem.

Und anscheinend muss ich mir auch immer wieder meine Vision vor Augen halten, um das tägliche Ungemach zu relativieren und Kraft zu schöpfen.